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Werfen Sie einen Blick auf das geheime Vorleben eines Fahrzeugs: Das Twinner® Surface Analysis Feature

In der Regel weisen 2 bis 5 Prozent der Leasingrückläufer Anzeichen für mögliche Nachlackierungsarbeiten am Fahrzeug auf. Wenn der Leasinggeber nicht nachweisen kann, dass die Nachlackierung nicht werksseitig durchgeführt wurde, sind Unstimmigkeiten und potenzielle Konflikte mit dem Leasingnehmer vorprogrammiert. Viele OEMs und ihre jeweiligen Leasingfirmen stehen vor diesem Problem. Das Forschungs- und Entwicklungsteam von TWINNER hat daran gearbeitet, eine Lösung für dieses Problem zu finden und führte die neue Twinner® Oberflächenanalyse (Surface Analysis) ein.

Lack-Reklamationen sind der häufigste Streitpunkt bei der Inzahlungnahme von Fahrzeugen

Bei der Inzahlungnahme eines Leasingfahrzeugs wird dieses auf alles geprüft, was den Wert beeinflussen könnte: Kratzer, Dellen, Abnutzungsspuren und eventuelle Neulackierungen sowie kleine Reparaturen. Zur Überprüfung des Lacks wird eine manuelle Schichtdickenmessung an meist drei Punkten durchgeführt. Diese gibt Aufschluss über eventuelle Veränderungen des Lacks. Ist der Lack dicker als üblich, deutet dies auf eine Nachlackierung hin.

Die Annahmen werden jedoch durch die Tatsache erschwert, dass in einigen Fällen Fahrzeuge noch im Werk nachlackiert werden, was zu einer Ungewissheit über den Zeitpunkt der Lackierarbeiten führt. Dieser Unterschied kann erhebliche Folgen für alle Beteiligten haben, denn je nach Zeitpunkt der Nachlackierung müssen die Kosten entweder vom Leasinggeber oder vom Leasingnehmer getragen werden. In Anbetracht der Tatsache, dass einige Firmen dem Mieter 10 bis 20 Prozent der Reparaturkosten in Rechnung stellen, ist dies eine wichtige Fragestellung.

In der Praxis ist der Lack und alles, was damit zusammenhängt (seien es Kratzer oder Nachlackierungen), das häufigste Thema, über das sich Leasinggeber und Leasingnehmer bei der Inzahlungnahme und der Bewertung des Fahrzeugzustands streiten. Solange Unklarheit über den Zeitpunkt dieser Arbeiten besteht, wird es immer Raum für widersprüchliche Behauptungen und eine nicht ganz optimale Kundenerfahrung geben.

Entwicklung der Oberflächenanalyse und des Repaint-Sensors

Dieses Problem war der Auslöser für die Entwicklung einer größeren Funktion, der multidimensionalen Oberflächenanalyse, bei der, wie der Name schon sagt, die Oberfläche eines Fahrzeugs auf eine Reihe von Merkmalen untersucht werden kann. Mit einer Kombination aus Hardware und Software können Reparaturen, ausgetauschte Karosserieteile und Lackierungen sichtbar gemacht werden.

Analyse Fahrzeugfolierung, normales Licht, im Twinner® Space Analyse Fahrzeugfolierung im Twinner® Space

Fahrzeugfolierungen, die mit der Twinner® Oberflächenanalyse sichtbar werden

Ein Teil der Hardware, der Repaint-Sensor, konzentriert sich auf die Eigenschaften des Lacks und zeigt Nachlackierungen, ausgetauschte Karosserieteile und frühere Folierungen an. Die Hervorhebung von Folierungen kann die frühere Nutzung eines Fahrzeugs aufdecken, z. B. als Teil einer Fahrschulflotte oder eines Lieferunternehmens. Das Sammeln aller Daten über die Oberfläche eines Fahrzeugs ermöglicht eine bessere Bewertung dieses und eine transparentere (Wieder-)Vermarktung.

Industrielle Prozessintegration für vollständige Dokumentation

Bei der Entwicklung der Twinner® Technologie lag der Schwerpunkt auf der Integration von Lösungen im industriellen Maßstab, die während des gesamten Fahrzeuglebenszyklus einen Mehrwert schaffen. Wie kann diese innovative Technologie also OEMs unterstützen?

Twinner® Spaces, die Geräte, in denen der eigentliche Scan stattfindet, können zum Beispiel am Ende der Montagelinie integriert werden, wo die Autos produziert werden. Der hierbei generierte digitale Zwilling garantiert eine umfassende Dokumentation über jedes einzelne Fahrzeug, das das Werk verlässt. Das Fahrzeug durchläuft dann die klassischen Kanäle der Leasinggesellschaft und wird anschließend an den Leasingnehmer übergeben.

Am Ende des Leasingzeitraums gibt der Leasingnehmer das Fahrzeug in der jeweiligen Einrichtung ab. Traditionell wird bei der Rückgabe eine manuelle Inspektion des Fahrzeugs durchgeführt. Mit der Twinner® Technologie können Teile der manuellen Inspektion automatisiert werden. Vergleicht man den Digital Twinn® des zurückgegebenen Fahrzeugs mit dem, der vor dem Leasingzeitraum erstellt wurde, werden etwaige Unterschiede in der Lackkonsistenz ersichtlich. Diese können auf Reparaturen oder auch ausgetauschte Teile hinweisen. Eine entsprechende Dokumentation wird zeitgleich erstellt.

Der Digital Twinn® des Fahrzeugs ermöglicht es, die Daten überall und jederzeit einzusehen und zu verarbeiten. Außerdem kann der Datensatz als Nachweis für den genauen Zustand des Fahrzeugs zu einem bestimmten Zeitpunkt dienen.

Die Twinner® Technologie auf dem Prüfstand: Pilotprojekt mit einem europäischen OEM

Um die Technologie unter realen Bedingungen zu testen, hat TWINNER zusammen mit einem europäischen OEM eine Pilotstudie durchgeführt, um einerseits die industrielle Integration der Lösung zu testen und andererseits die Ergebnisse des Twinner® Space mit denen manueller Inspektionen zu vergleichen.

Analyse Nachlackierungen, normales Licht, im Twinner® Space Analyse Nachlackierungen im Twinner® Space

Nachlackierungen, die mit der Twinner® Oberflächenanalyse sichtbar werden

In dieser Pilotstudie wurden rund 2.000 Fahrzeuge gescannt. Der Pilotversuch hat beide Annahmen positiv belegt. Die Technologie konnte sich in einem industriellen Umfeld mit einer hohen Anzahl von Fahrzeugen, die das System durchlaufen, bewähren, vor allem aber entdeckten die Sensoren 13 % mehr Nachlackierungsarbeiten im Vergleich zur manuellen Inspektion.

Die Lösung konnte nicht nur die manuellen Arbeiten reduzieren, sondern auch bessere Ergebnisse liefern und den Dokumentationsprozess mit entsprechenden Visualisierungen unterstützen.

Twinner® bietet eine integrierte Lösung für Inspektion und Wiedervermarktung

TWINNER arbeitet kontinuierlich an integrierten Lösungen, die alle Fahrzeugtransaktionen digitalisieren und rationalisieren können. Über die Oberflächenanalyse hinaus automatisiert der Twinner® Space die Erstellung hochwertiger Remarketing-Materialien, darunter eine makellose 360°-Ansicht des Fahrzeugs, ein individuell konfigurierbares 2D-Fotoset, eine 360°-Innenansicht und eine Reifenprofiltiefenmessung.

Digital Twinns® ermöglichen somit eine sofortige Wiedervermarktung der zurückgegebenen Leasingfahrzeuge, entweder über interne oder externe digitale Vertriebskanäle. Die Vorteile sind vielfältig: standardisierte globale Rückgabeprozesse und -dokumentation über alle Organisationen hinweg, verlässliche Qualitätsstandards der Fahrzeuge, skalierbare Technologielösung, Verkürzung der Prozesszeit und der Markteinführungszeit, klar dokumentierter Nachweis des Fahrzeugzustands, Kontrolle über die Wiedervermarktungsaktivitäten und hochwertigste Verkaufsmaterialien für zufriedene Kunden.

Die multispektrale Twinner® Oberflächenanalyse ermöglicht es OEMs und Leasingfirmen und ihren Kunden, mehr Transparenz zu schaffen, indem sie Informationsasymmetrien über die Historie des Fahrzeugs beseitigt und so dazu beiträgt, Vertrauen zwischen allen Parteien zu schaffen.

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Ausgetauschte Fahrzeugteile, die mit der Twinner® Oberflächenanalyse sichtbar werden

Mit diesem neuen Feature reagiert TWINNER auf die immer relevanter werdende kontaktlose und digitale Customer Journey und entwickelt Produkte, die es den Akteuren der Automobilindustrie ermöglichen, ihren Kunden das bestmögliche digitale Nutzererlebnis zu bieten.

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